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Plasmaspende
Wer keine Probleme beim Blutspenden hat, kann in der Regel auch Plasma spenden -und das bis zu 46 mal im Jahr.

Wer darf Blutplasma spenden? Jeder zwischen 18 und 60 Jahren.

Wie sieht eine Plasmaspende aus? Eine Plasmaspende verläuft ähnlich wie eine Blutspende, allerdings maschinell. Diese Spendeart ist -schonend, weil keine Blutzellen entnommen werden, so dass sich der Körper spätestens nach 2 Tagen komplett regeneriert.

Wie viel Plasma wird gespendet? In der Regel werden 650 Milliliter gespendet. Eine Plasmaspende dauert etwa 30 Minuten.

Was ist zu beachten? Vor der Spende sollte ausreichend gegessen (fettarm) und getrunken (alkoholfrei) werden.

Was geschieht mit dem Plasma? Das Plasma wird für die Herstellung von Medikamenten verwendet, wie z.B. Blutgerinnungspräparate oder Gewebekleber.

Für sogenannte „Bluter“ sind diese Medikamente lebensnotwendig. Sie benötigen jeden dritten Tag ein Präparat, das aus jeweils 18 Plasmaspenden gewonnen wird. Das bedeutet, wenn ein „Bluter“ 75 Jahre alt wird, benötigt er bis dahin 150 000 bis 180 000 Plasmaspenden.

Aber auch intensivmedizinisch betreute Patienten können eine Plasmaspende benötigen. Verletzungen aufgrund von schweren Verkehrsunfällen, aber auch Organtransplantationen oder Krebserkrankungen können zu lebensbedrohenden Blutungen führen. Durch die hohen Blutverluste reichen die körpereigenen Gerinnungsfaktoren oft nicht mehr aus, um die Blutungen zu stoppen. Häufig fehlen die Eiweiße, die zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks führen. Nur durch die Zufuhr von Plasma oder Plasmakonzentraten können sowohl die Blutgerinnung als auch der Kreislauf wieder normalisiert werden. Auch Patienten mit Erkrankungen des körpereigenen Immunsystems sind auf Plasmaprodukte angewiesen. Diesen Patienten fehlen wichtige Bestandteile des Immunsystems: Sie bilden zu wenig oder überhaupt keine Antikörper und leiden deshalb immer wieder unter Infekten, die das normale Maß deutlich übersteigen. Schon ein harmloser grippaler Infekt kann für sie lebensbedrohlich werden. Rund 8.000 Menschen sind in Deutschland betroffen. Eine regelmäßige Behandlung mit Antikörpern (= Immunglobulinen), die nur aus Blutplasma gewonnen werden können, verhilft diesen Menschen zu einem nahezu normalen Leben.