Wofür Blut spenden?

Blut spenden hilft, jede Blutspende kann Leben retten. Das wissen wir. Aber wie und wem eigentlich?
Das meiste Blut wird für die Behandlung von Patienten mit chronischen Erkrankungen, zum Beispiel Krebsleiden, benötigt. Aber auch bei schweren Operationen mit einem hohen Blutverlust, bei Herz-, Magen- und Darmerkrankungen sowie bei schwerverletzten Unfallopfern wird der kostbare rote Saft in der modernen Transfusionsmedizin gebraucht. Denn Blutzellen und Blutflüssigkeit, die aus Spenderblut gewonnen werden, können nicht industriell hergestellt werden. Das kann nur der menschliche Körper selbst.
Bestimmte Bestandteile des Spenderblutes können nicht nur an andere Empfänger weitergegeben („transfundiert“), sondern auch zu Medikamenten verarbeitet werden. So zum Beispiel für eine weitere Patientengruppe, die regelmäßig auf den flüssigen Anteil des Blutes, Blutplasma, angewiesen ist, die so genannten „Bluter“. Auch für sie ist es lebensnotwendig, dass immer genügend Blutspenden eingehen. Denn sie benötigen jeden dritten Tag eine Dosis eines Blutpräparates, das aus Plasmaspenden gewonnen wird. Im Laufe des Lebens eines Bluters kommt ein durchschnittlicher Bedarf von fast  200 000 Plasmaspenden zusammen.
Jährlich spenden nur rund zwei Millionen Menschen in Deutschland Blut. Dennoch kommt es  immer wieder zu Versorgungsengpässen. So muss das Saarland regelmäßig Blut einführen, weil die Spenden nicht ausreichen. Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren (Erstspender: bis 60. Lebensjahr) kann Blut spenden, alle 8 (Frauen) bis 12 (Männer) Wochen. Blutplasma kann sogar bis zu 60mal im Jahr gespendet werden.